die Brauchbarkeitsprüfung ist eine modulare Prüfung bei der der Hundeführer zwischen den angebotenen Varianten wählen kann.  In der Brauchbarkeitsprüfung werden verschiedene Fächer geprüft. Der erste Schritt besteht darin, den Gehorsamsteil zu absolvieren, der entscheidend ist. Falls dieser Abschnitt nicht erfolgreich absolviert wird, werden Hund und Führer nicht weiter geprüft. Insbesondere für Erstlingsführer stellt der Gehorsamsteil oft eine erhebliche Herausforderung dar. In diesem Abschnitt muss der Hund bestimmte Kriterien erfüllen, darunter Schussfestigkeit, Leinenführigkeit, angemessenes Verhalten in Ruhephasen und gegebenenfalls das Ablegen. Diese Anforderungen entsprechen jedoch den üblichen Erwartungen an das Verhalten unserer Jagdhunde im täglichen Leben.

Im Test zur Schussfestigkeit wird der Hund bis zu zweimal geschickt, während auf Anweisung des Richters 2 Schüsse abgeben werden. Der Hund sollte dann auf Kommando zuverlässig zu seinem Führer zurückkehren und sich anleinen lassen. Ein weiterer Bestandteil des Gehorsamsteils betrifft die Überprüfung der Leinenführigkeit, sowohl auf Waldwegen als auch in bewaldeten Gebieten. Dabei liegt die Verantwortung darin, den Hund zu führen und nicht umgekehrt. Während der Standruhe wird eine Treibjagd simuliert, wobei die Prüflinge mit angemessenem Abstand zueinander auf einem Weg stehen und im bewaldeten Gebiet Treiber für Lärm und Schüsse sorgen. Der Hundeführer gibt in der Regel auch ein oder zwei Schüsse ab. Der Hund muss währenddessen entweder angeleint oder frei neben seinem Führer abgelegt werden, ohne die Jagdausübung zu beeinträchtigen. Ein Verlassen des Platzes oder Bellen führt zum Ausschluss.

Die Prüfung des Ablegens stellt für einige Hundehalter eine besondere Herausforderung dar. Dabei wird simuliert, dass der Hund während einer Pirsch am Rucksack oder im freien Gelände abgelegt wird. Der Führer entfernt sich außer Sichtweite und gibt zwei Schüsse ab. Der Hund darf seinen Platz dabei nicht verlassen.

Ob und welche Disziplinen im Rahmen der Wasserarbeit geprüft werden, hängt von der gewählten Prüfungsvariante ab.

Die Disziplinen „Bringen“ und „Wasserarbeit“ wurden weitgehend gemäß den Prüfungsrichtlinien des JGHV übernommen. Auch die Kategorie „Schweiß“ entspricht größtenteils den Anforderungen der Verbandsschweißprüfung.

Für weitere Informationen können Sie sich gerne direkt an Hans Werner unter hans-werner@kynos.guru wenden.